Kommunalpolitik und Schule

Zukunftswerkstatt mit der Schule im Alsterland

20. November 2019

Vom 28. - 30.10.19 wurden in der JugendAkademie Segeberg von Schüler*innen der Schule im Alsterland Ideen und Projekte für ihre Gemeinden im Amt Itzstedt entwickelt.

Kommunalpolitik und Schule

Ende Oktober fand der vierte Durchlauf des Projektes „Kommunalpolitik und Schule“ in der JugendAkademie Segeberg statt. In einer Zukunftswerkstatt konnten interessierte Schüler*innen der 9. Klasse der Schule im Alsterland auf Missstände in der Gemeinde aufmerksam machen und gleichzeitig neue Ideen und Projekte entwickeln.

Zudem setzten die Jugendlichen sich mit kommunalpolitischen Prozessen auseinander und diskutierten angeregt zu Themen wir Umwelt, Rassismus sowie die eigene Beteiligung in der Schule und der Gemeinde. 

Die erarbeiteten Ideen wurden von den Schüler*innen im Abschlussplenum, welches im Schulforum der Schule im Alsterland stattfand, zahlreichen kommunalpolitischen Vertreter*innen unterschiedlicher Parteien und Wählergemeinschaften vorgestellt. Dabei standen der Austausch und die Weiterentwicklung der Ideen im Vordergrund. Ziel war es auch, die Kommunalpolitiker*innen von ihren Vorschlägen zu überzeugen.

In der Vergangenheit wurden einige Ideen der Schüler*innen umgesetzt.  So gibt es zum Beispiel seit diesem Jahr Schulbänke im Schulforum und einen Jugendtreff in Itzstedt, deren Ursprünge auf das Projekt zurückgehen. Weitere Erfolge sind die Beleuchtung für den Fahrradweg zwischen Nahe und Itzstedt sowie das angeschaffte HVV Kreisticket für die zwischen den Schulstandorten hin und her pendelnden Schüler*innen.

In diesem Jahr beschäftigten die Schüler*innen die Themen Wohnraum, Infrastruktur, Naturschutz und Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten. So wurde beispielsweise angeregt, auch einen Jugendtreff in Nahe zu eröffnen und einen Pavillon als überdachten Aufenthaltsort für Jugendliche in Kayhude zu schaffen. Damit junge Menschen einfacher von einer Gemeinde zur nächsten gelangen forderte eine Gruppe eine besser getaktete Busverbindung auch in den Abend hinein.  Die nächste Gruppe zeigte Missstände in der Verbindungsstraße zwischen Grabau und Sülfeld auf, errechnete die Kosten für eine Sanierung und diskutierte ihre Vorschläge angeregt mit den Politiker*innen vor Ort. Ebenfalls thematisierten sie die bessere Beleuchtung der Straße „Sülfelder Tannen“, damit die Straße für Fahrradfahrer*innen sicherer wird und mehr Menschen aus Gründen des Umweltschutzes aufs Fahrrad umsteigen können. Weiterhin besteht der Wunsch, zum Umweltschutz als Gemeinde neue Bäume zu pflanzen.

Auch mit dem Bau neuen Wohnraums setzten sich die Schüler*innen intensiv auseinander. So gab es in einer Gruppe Forderungen nach mehr Wohnraum, aber bei einer anderen Gruppe auch bedenken, dass zu viel neu geschaffene Wohnfläche das Gemeindeleben zu sehr verändern würde.

Das Projekt, in dem die Schule im Alsterland, die Gemeinden Itzstedt, Nahe, Kayhude, Seth und Sülfeld, der Schulverband im Amt Itzstedt, der Landesbeauftragte für politische Bildung als erstmaliger Kooperationspartner sowie die JugendAkademie Segeberg beteiligt sind, will neue Wege zur Beteiligung Kinder und Jugendlicher aufzeigen. In der Vergangenheit war es schwierig, Jugendliche entsprechend der rechtlichen Möglichkeiten der Gemeindeordnung in einem größeren Rahmen an der Politik in den Gemeinden zu beteiligen. Aufgrund der Erfolge in den letzten Jahren soll das Projekt nun jährlich mit den jeweils neuen Schüler*innen des neunten Jahrgangs wiederholt werden.