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Jahrestagung Schulsozialarbeit 2026

"Neue Wege entstehen beim Gehen - Schule verändert sich, Schulsozialarbeit auch"

Zielgruppe

Schulsozialarbeitende aller Schulformen in Schleswig-Holstein

Termin

29. und 30. April 2026

Ort

JugendAkademie Segeberg
Marienstr. 31
23795 Bad Segeberg

Kosten

Kosten:
Teilnahmebeitrag 2 Tage 130 €
Teilnahmebeitrag 1 Tag 65 €
Übernachtung inkl. Abendessen & Frühstück 60€ (75€ im Einzelzimmer)

Öffnung der Anmeldung: 3. Februar 2026

18. Jahrestagung Schulsozialarbeit 2026

Neue Wege entstehen beim Gehen – Schule verändert sich, Schulsozialarbeit auch!

Die Veränderung der Gesellschaft und die damit verbundenen Herausforderungen betreffen in erheblichem Maße die Schulsozialarbeit. Sie ist ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Bildungssystems, das auf die komplexen und sich wandelnden Bedürfnisse von Schüler*innen, Lehrkräften und Familien reagieren muss. Die zunehmende Polarisierung, die politischen und gesellschaftlichen Spannungen sowie die steigende Belastung durch externe Krisen setzen Schulen und Schulsozialarbeit unter Druck. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, neue, kreative Lösungen zu entwickeln und die Schulsozialarbeit als integralen Bestandteil eines adaptiven und resilienten Schulsystems zu stärken.

Die Jahrestagung Schulsozialarbeit 2026, „Neue Wege entstehen beim Gehen – Schule verändert sich, Schulsozialarbeit auch!“, spiegelt genau diesen Ansatz wider. Der Fokus auf eine ressourcenorientierte Perspektive und der Blick auf die Stärken und Möglichkeiten der Beteiligten – Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern und Sozialarbeiter*innen – ermöglichen die Potenziale der Schulsozialarbeit nicht nur zu erkennen, sondern auch auszuschöpfen. 

Die 2-tägige Tagung ist nicht nur ein Austauschforum für neue Ideen und Best-Practice-Modelle. Sie dient auch als Plattform für eine gemeinsame Reflexion und Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit. Die zentrale Frage ist: Wie können wir als Gesellschaft sicherstellen, dass Schulsozialarbeit ihre Rolle als Stabilitätsanker und Unterstützungssystem für junge Menschen auch in Zeiten des Wandels weiterhin erfolgreich ausfüllt?

Hier kann die vollständige Ausschreibung heruntergeladen werden. 

 

Wichtige Hinweise: 

  • Die Anmeldung wird geöffnet am 3. Februar 2026.
  • Ein kostenfreier Storno ist bis zum 11. März 2026 möglich.
  • Sammelanmeldungen sind aus technischen Gründen nicht möglich.
  • Einzelzimmer sind begrenzt - wenn Sie ein Doppelzimmer buchen, freuen wir uns über einen Hinweis, mit wem Sie dieses ggf. teilen wollen.
  • Bitte geben Sie bereits bei der Anmeldung die korrekten Daten für den/die Rechnungsempfänger*in an!
  • Bitte achten Sie darauf, dass Ihnen nach dem Absenden eine Systembestätigung zur Übertragung Ihrer Daten angezeigt wird. Alle Anmeldungen werden nach dem Zeitpunkt des Eingangs berücksichtigt. Sie erhalten innerhalb einiger Tage von uns eine entsprechende Bestätigungsmail.
  • Wir weisen darauf hin, dass die Workshoplisten für alle Teilnehmenden einsehbar veröffentlicht werden: digital zur Einsicht vorab und vor Ort als Aushang (veröffentlichte Daten: Name, Vorname). Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, lassen Sie uns dies bitte wissen.

 

 

Detaillierte Informationen zum Programm und Inhalten

Mittwoch, 29. April 2026  

Ab 8.30 Uhr   Ankommen und Check-in Empfangskaffee
9.30 Uhr  Willkommen
Grußwort Aminata Touré (angefragt) 
Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein
  Begrüßung, Informationen zum Ablauf
  Impulsvortrag
ab ca. 11.30 Uhr
bis ca. 13.45 Uhr 
Praxismesse „Markt der Möglichkeiten“
mit interaktiven Angeboten der Aussteller*innen
ab 12 Uhr  Mittagessen 
14 Uhr  Fachforen 
16.30 Uhr  Abschlussplenum 
17 Uhr  Ende des ersten Tages
18 Uhr  Abendessen für Teilnehmende mit gebuchter Übernachtung
20 Uhr  Offenes Abendangebot 

Donnerstag, 30. April 2026

8 Uhr   Frühstück für Teilnehmende mit gebuchter Übernachtung
  Anmeldung Tagesgäste, Empfangskaffee
9 Uhr  Begrüßung, Informationen zum Ablauf
9.30 Uhr  Workshop-Phase 1
ab 12 Uhr  Mittagessen
13.30 Uhr  Workshop-Phase 2
16 Uhr  Abschluss der Veranstaltung 

  

„Wandel der Zeiten – Schule hat sich verändert, Schulsozialarbeit auch“

Im Fokus des Vortrags steht die Auseinandersetzung mit drei Fragen:
1. Welche gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Veränderungen beeinflussen die Lebens- und Bildungsbiographien von Kindern und Jugendlichen?
2. Welche Auswirkungen haben die gesellschaftlichen Veränderungen auf die Institution Schule und die Schulsozialarbeit?
3. Welche Schlussfolgerungen leitet sich daraus für das Handeln in der Schulsozialarbeit ab?
Dr. Karsten Speck gibt anhand nationaler und eigener Studien, politischer Entscheidungen und rechtlicher Regelungen einen Überblick über aktuelle Veränderungen für die Lebens- und Bildungsbiographien von Kindern und Jugendlichen. Eingegangen wird unter anderem auf Themen wie soziale Ungleichheit, psychische Belastungen, Demokratiebildung, nachhaltige Entwicklung, Öffnung von Schule in den Sozialraum, rechtliche Verankerung der Schulsozialarbeit sowie multiprofessionelle und sektorenübergreifende Kooperation. Darauf aufbauend werden Herausforderungen und notwendige Veränderungen für die Institution Schule und die Schulsozialarbeit beschrieben. Anhand von Befunden aus der Forschung und Praxis werden Anregungen zur Weiterentwicklung von Schule und Schulsozialarbeit gegeben.

 

Dr. Karsten Speck ist Professor für Forschungsmethoden in den Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der  Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur Schulsozialarbeit und weiteren Themen.

Forum 1: 
Forum zum Impulsvortrag „Schule hat sich verändert - Schulsozialarbeit auch"

Im Fachforum am Nachmittag werden die Themen des Impulsvortrags vom Vormittag noch einmal vertieft und es besteht die Möglichkeit, auf einzelne Aspekte noch einmal einen genaueren Blick zu werfen.
Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Befunde aus Forschung und Praxis können Fragen und Erfahrungen aus der eigenen Praxis in der Schulsozialarbeit mit dem Referenten und in der Gruppe diskutiert und eingeschätzt werden.

Dr. Karsten Speck, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

 

Forum 2:
Ich habe borderline, depression und adhs…“ - Selbstdiagnose psychiatrischer Erkrankung und Selbstmedikationsversuche

In den sozialen Medien werden immer wieder Diagnosen und Behandlungsvorschläge zu kinder- und jugendpsychiatrischen Themen besprochen.
Dadurch können einerseits sinnvolle Informationen vermittelt werden, andererseits besteht die große Gefahr, dass sich Jugendliche durch Fehlinformationen fälschlich als krank definieren oder andererseits notwendige Behandlungen unterbleiben.
Darüber hinaus werden verzerrte Normalitäten zu Körperbild oder Funktionen vorgegaukelt. In dem Forum werden die unterschiedlichen Aspekte reflektiert und ggf. anhand persönlicher Erfahrungen besprochen.

Dr. Martin Jung, Helios Fachklinik Schleswig

 

Forum 3: 
Nicht neutral! Wie politisch darf Schulsozialarbeit sein?


Das Sprechen über Politik und politische Themen kann im schulischen Kontext zu einem „heißen Eisen“ werden. Wie können wir über kontroverse Themen sprechen, ohne Schülerinnen und Schülern eine Meinung vorzugeben? Wie kann es gelingen, im Gespräch ausgewogen und überparteilich zu bleiben, aber trotzdem für Demokratie, Menschenrechte und Minderheitenschutz einzutreten?
Das Themenforum informiert über normative/rechtliche Grundlagen und setzt auch auf die Vorerfahrungen der Teilnehmenden. Es sollen konkrete Handlungsmöglichkeiten, Grenzen und Herausforderungen von politischen Themen in der Schulsozialarbeit diskutiert werden.

Dr. Christian Meyer-Heidemann, Landesbeauftragter für politische Bildung
Nils Quentel, Referent beim Landesbeauftragten für politische Bildung

 

Forum 4: 
Selbstwertentwicklung von Kindern und Jugendlichen 

Der Selbstwert beschreibt die Evaluation der eigenen Person ("Wie zufrieden bin ich mit mir?") und steht in Verbindung mit vielen wichtigen psychosozialen Faktoren, wie etwa der psychischen Gesundheit und der Beziehungsfähigkeit im Jugendalter und darüber hinaus.
In diesem Fachforum stehen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt:
(1) Wie entwickelt sich der Selbstwert?
(2) Wie hängen alltägliche Erlebnisse mit Schwankungen im Selbstwert zusammen?
Und (3) wie können aktuelle Forschungsergebnisse als Ansatzpunkte genutzt werden, um eine positive Selbstwertentwicklung im schulischen Kontext zu fördern?
Ziel ist es, theoretische Perspektiven und empirische Befunde mit dem Schulalltag zu verknüpfen und dadurch praxisnahe Ansätze und Forschungsimpulse zu entwickeln.

Dr. Eva Bleckmann, Universität Hamburg

1 - Gefühlswelten in queeren Bildungsprozessen 

Queere Themen in der Schule bringen viele Gefühle mit sich, ob es durch Unterrichtsinhalte oder ein Coming-Out in der Klasse ausgelöst wird. Gefühle, die sowohl bei queeren und nicht-queeren Schüler*innen und im Kollegium für Unsicherheit und Konflikte sorgen können.  In diesem Workshop wollen wir uns mit ebendiesen Gefühlswelten auseinandersetzen und erarbeiten, wie diese aufgegriffen werden können, damit auch emotionale Lernprozesse dadurch nicht erschwert, sondern ermöglicht werden können.

Christiane Morlock, Jugendnetzwerk lambda::nord e.V.

 

2 – #Influenced?! – Wie Social Media Plattformen unsere Jugendlichen prägen und wie Schulsozialarbeit zu einer kritisch-reflektierten Nutzung befähigen kann

Social Media ist fester Bestandteil der Lebenswelt Jugendlicher – Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube prägen ihr Denken, Fühlen und Handeln. Im Workshop erhalten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Nutzungstrends und die Funktionsweisen sozialer Medien, insbesondere in Bezug auf Aufmerksamkeitsökonomie und Influencer-Marketing. Aufbauend darauf werden praxisnahe Methoden vorgestellt, um mit Schülerinnen und Schülern über Einfluss, Inszenierung und kapitalistische Mechanismen zu sprechen. Ziel ist es, Jugendliche zu einer selbstbestimmten, kritisch-reflektierten Nutzung von Social Media zu befähigen.

Lisa-Marie Brauer, IQSH

 

3 – Stärkung der armutssensiblen Haltung im pädagogischen Alltag 

Kinder- und Jugendarmut verhindert gesellschaftliche Teilhabe in jedem Lebensbereich nachhaltig und verletzt viele der in der UN-Kinderrechtskonvention ausgewiesenen Kinderrechte. Armut manifestiert (Chancen-)Ungleichheiten, schafft Barrieren und verhindert Zugänge zu Bildung, Sport, kulturellen- oder Freizeitangeboten.
Armut hat multikausale Ursachen, schließt aus, macht krank und schadet der gesamten Gesellschaft. Kinder sind den familiären Lebenssituationen vollkommen ausgeliefert und haben keine Möglichkeit, daran aktiv etwas zu verändern.
Aber alle, die mit Kindern, Jugendlichen und Ihren Familien arbeiten, sind auch mit der Thematik Armut konfrontiert und können etwas ändern.
In dem Workshop geht es um Stärkung und Vertiefung der armutssensiblen Haltung für pädagogische Fachkräfte. Nach einem Impuls geht es in die Auseinandersetzung und Reflexion, um gemeinsam Handlungsoptionen für die eigene Arbeit zu entwickeln.

Anke Thomsen, DRK Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

 

4 – „Healing Classrooms“ – Resilienzförderung durch Schulsozialarbeit

Kinder und Jugendliche brauchen sichere Räume, in denen sie sich entfalten und gestärkt lernen können – besonders, wenn sie in ihrem Leben starken und dauerhaften Belastungen ausgesetzt waren oder sind. Der Healing-Classrooms-Ansatz unterstützt Schulsozialarbeitende dabei, resilienzfördernde Lernumgebungen mitzugestalten und sozial-emotionale Entwicklung zu fördern. Im Workshop reflektieren wir gemeinsam, wie Schulsozialarbeit bei Themen wie Schulabsentismus, mentaler Gesundheit oder diversitätssensibler Schulentwicklung wirksam werden kann. Dabei stehen die Bedarfe und Handlungsoptionen der Teilnehmenden im Mittelpunkt.

Marlies Knoops, Sebastian Schnarr, International Rescue Committee (IRC) Deutschland gGmbH

 

5 - TiK-SH - Traumapädagogik in Grundschulen und Förderzentren

Die Anforderungen an die Schulsozialarbeit im Wandel der Zeiten sind vielfältig. Verhaltensweisen hochbelasteter Schüler*innen, die als sehr herausfordernd erlebt werden können, gehören dazu. Die Traumapädagogik bietet den an Schule Tätigen konkrete Ansätze, um die Hintergründe dieser Verhaltensweisen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Im Workshop werden einige zentrale Themenfelder der Traumapädagogik beleuchtet, darunter das Zusammenspiel von Trauma und Gehirn, der Gute Grund und der Sichere Ort. Dieses Wissen entlastet und eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten – sowohl im Umgang mit hochbelasteten Kindern als auch in der Zusammenarbeit mit den Eltern.

IBAF gGmbH, Wendepunkt e.V., DKSB LV SH e.V.

 

 

6 – Freundschaft im digitalen Zeitalter - Verbunden, vernetzt oder verloren im digitalen Raum?

In diesem Workshop beleuchten wir die Chancen und Herausforderungen von Freundschaften in einer Kultur der Digitalität. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie sich Kommunikation, Nähe, Konflikte und Einsamkeit durch Social Media und Messenger-Dienste verändern. Wir reflektieren, welche Bedeutung digitale Beziehungen für Kinder und Jugendliche haben und welche Rolle pädagogische Fachkräfte dabei einnehmen können. Durch praktische Übungen und den gemeinsamen Austausch entwickeln wir Handlungsstrategien, um das Thema Freundschaft sensibel und alltagsnah in der pädagogischen Arbeit aufzugreifen.

Dr. Michael Asmussen, IQSH Medienberatung

 

7 – Hand in Hand im Kinderschutz! – Herausforderungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Schulsozialarbeit, Schule und Ganztag

In diesem interaktiven Workshop geben wir zunächst einen Einblick in unsere Praxis und schaffen eine gemeinsame Gesprächsgrundlage für den Austausch. Anschließend erarbeiten wir gemeinsam zentrale Herausforderungen und Chancen, die sich für die Schulsozialarbeit im Zusammenspiel mit Schule und Ganztag ergeben.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den unterschiedlichen Perspektiven der Akteur*innen im multiprofessionellen Team. Wir diskutieren Rollen, Prozesshaftigkeit und die Frage, wo die Schulsozialarbeit stehen kann.
Der Workshop lädt dazu ein, Erfahrungen, Ideen und Anregungen auszutauschen – mit dem Ziel, die Zusammenarbeit im Kinderschutz nachhaltig zu stärken.

Yasemin Cam & Sonja Rieper, Schulsozialarbeit Hansestadt Lübeck

 

8 - „Timo tickt aus…“ – Eskalierende Konfliktsituationen in Schule und Unterricht meistern 

Der Umgang mit auffälligem Verhalten gehört zu den großen Herausforderungen im Schulalltag. Besonders schwierig sind Situationen, die eskalieren. Was können wir eigentlich tun, wenn Stühle fliegen und die Federtasche durch den Raum geworfen wird? In solchen Situationen stoßen wir oft an unsere Grenzen und wissen kaum noch, was wir tun können. Und manchmal handeln wir so, wie wir es eigentlich nicht tun wollen. 
Wollen Sie manchmal in Konfliktsituationen anders handeln, als sie es im Moment tun? In dieser Fortbildung haben Sie die Chance dazu. Mit Hilfe des „Reframings“ werden Sie konkrete Handlungsmöglichkeiten für sich entdecken, mit denen sie zugewandt und konstruktiv mit eskalierenden Konfliktsituationen umgehen können. 

Stellan Eidt, IQSH

 

9 – SOS Mental Health Peers

Psychische Gesundheit ist entscheidend für das Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.  
Ausgehend von dieser Prämisse setzt das Präventionsprogramm „Wir zusammen – SOS-Mental Health Peers“ auf einen Peer-to-Peer-Ansatz, der sich an Schüler*innen ab der 8. Klasse richtet.
In dem Workshop führen wir in das Konzept, das von der Schulsozialarbeit umgesetzt wird, ein, und setzen uns mit der Frage auseinander, wie psychische Gesundheit von Jugendlichen durch pädagogische Fachkräfte und auch die Jugendlichen selbst gefördert werden kann. Das Präventionsprogramm zeigt, wie ein Bewusstsein für die Bedeutung psychischer Gesundheit bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geschaffen werden und Sensibilität im Umgang mit psychischen Belastungen gefördert werden kann. Vermittelt werden erste Bewältigungsstrategien, um Selbstfürsorge und Resilienz zu stärken.

Sabrina Schittel, Inga Pinhard, SOS-Kinderdörfer München

 

10 – KI und Trauer - bei Kindern und Jugendlichen

In diesem interaktiven Workshop beschäftigen wir uns mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen. Anhand von Praxisbeispielen und spannenden Diskussionsformaten erfahren wir, wie digitale Technologien Trauerprozesse unterstützen können und welche ethischen Fragestellungen dabei aufkommen. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen und sich auszutauschen, um kreative Ansätze für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern zu entwickeln. Der Workshop bietet Raum für praktischen Austausch und neue Erkenntnisse zu einem aktuellen Thema.

Bente Petersen, Imke Böttcher, beide hospiz-initiative Kiel e.V.

 

11 – Schulsozialarbeit kann mehr… als einfach machen. Wir schauen über den Tellerrand!

Manchmal soll Schulsozialarbeit alles richten – obwohl doch das System Schule ein ganze Reihe an Fachkräften vorzuweisen hat, die multiprofessionell zusammenarbeiten können und sollen.
Welchen Belastungen kann Schulsozialarbeit standhalten? Wie lässt sich – auch zur Entlastung der Schulsozialarbeit - ein gutes Gelingen von (sozial-) pädagogischer Arbeit aller Beschäftigten in der Schule organisieren und sicherstellen? Welche Strukturen braucht es, die präventiv nachhaltige Wirkungen entfalten? Welche Bedeutung haben die Schulsozialarbeit und andere Fachkräfte in multiprofessionellen Settings und wie kann die jeweilige fachliche Expertise genutzt werden?
Am Beispiel des Pädagogischen Konzepts der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld werden zunächst Zusammenhänge nachvollziehbar und übertragbar für alle Schulformen vorgestellt.
Im weiteren Verlauf des Workshops soll die jeweils eigene Schule in den Blick genommen werden: Eine ganzheitliche Betrachtung der pädagogischen Arbeit aller Beschäftigten der Schule ist dabei eine wichtige Perspektive für eine professionelle Beratung von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Lehrkräften. Herausfordernde Strukturen, konfliktfördernde Haltungen und Handlungsweisen unterschiedlicher Professionen werden hinterfragt und reflektiert. Im Ergebnis sollen Ansätze für ein individuell angepasstes pädagogisches Schulkonzept als schulinternes Verständigungspapier gefunden werden, indem auch Teilkonzepte (z.B. ein Präventions- und Interventionskonzept, Schulsozialarbeitskonzept) implementiert sein können.

André Holling-Wollmann, Schulsozialarbeiter, Vorstand LAK Schulsozialarbeit Schleswig-Holstein

Kooperationspartner

Die Jahrestagung Schulsozialarbeit findet statt in Kooperation mit diesen Partnern: Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein Landesarbeitskreis Schulsozialarbeit sowie der Schulsozialarbeit in den kreisfreien Städten, vertreten durch die Stadt Flensburg

Inhaltliche Fragen zu dieser und anderen Veranstaltungen für Schulsozialarbeitende beantworte ich gern.

Bei Fragen zur Anmeldung, Buchung, Rechnung und anderen organisatorischen Dingen wenden Sie sich bitte an unseren Empfang unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder 04551-95910.
Danke.

Bild von Christina Regner

Christina Regner

Stellv. Leiterin JugendAkademie SE, Bildungsreferentin

Schulsozialarbeit
FSJ

04551 9591 49
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