Motivorientierte Beziehungsgestaltung mit interaktionell herausfordernden Eltern

Fortbildung für Schulsozialarbeit im Kreis Segeberg

17. Februar 2022

Was tun, wenn die Kommunikation mit Eltern von Schüler*innen schwierig ist?

Es gibt viele Gründe und Situationen, in denen Elterngespräche erforderlich sind. Manchmal klappt es sofort zwischen Schulsozialarbeit und Eltern und das gemeinsame Bemühen um das Kind bzw. den/die Jugendliche*n steht im Vordergrund. Oft ist aber schon im Vorweg die Befürchtung da, dass es schwierig werden könnte. Nur wenn die Herstellung einer guten Arbeitsbeziehung gelingt, ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich, ist die notwendige Mitwirkungsbereitschaft auf Elternseite gegeben. Was also machen Pädagog*innen, wenn sie auf interaktionell herausfordernde Eltern treffen, die mit ihrem Verhalten offenkundig zeigen, dass sie nicht in eine Beziehung einsteigen wollen (Verweigerungshaltung) oder diese auf vielfältige Weise boykottieren? Hier liefert das Konzept der motivorientierten Beziehungsgestaltung eine Antwort. Dahinter liegen folgende Annahmen:

Prinzip 1: „Hinter Problemverhalten stecken letztendlich akzeptable Motive, die es zu finden gilt.“

Prinzip 2: „Wenn ich es schaffe, die Motive […] zu befriedigen, wird der Einsatz der problematischen Mittel überflüssig.“

Der Workshop vermittelt in einem ersten Schritt das Konzept der motivorientierten Beziehungsgestaltung; anschließend werden die Teilnehmenden dann angeleitet, es auf eigene Fälle anzuwenden und die Motive zu analysieren, die vermutlich hinter dem interaktionell herausfordernden Verhalten einzelner Eltern stehen. 

Referent*in: Dr. Sybille Friedrich, Dipl. Psychologin, Institut für Sozialpädagogische Psychologie  

17. Februar, 9 - 13 uhr – Mehrgenerationenhaus, Kaltenkirchen, Am Markt

Sollte pandemiebedingt keine Präsenzveranstaltung möglich sein, so findet dieses Seminar als Zoom-Meeting statt. 

Zur Anmeldung geht es hier