REMISE: Die kleine Freitagskultur zum internationalen Frauentag

Die Säuferin - Solostück, das unter die Haut geht

Petra Mayer © Birgit Seewöster

10. März 2023

Sehr bewegendes Stück von René Schweitzer, das uns schonungslos am Erleben einer Trinkerin teilhaben lässt, ihren Glücksmomenten und ihren Abstürzen. Gespielt ab 19.30 Uhr von Petra Mayer

Eine Frau erzählt im Monolog etwas über ihre Sicht der Dinge. Über die Sehnsucht, die wir alle kennen, Ruhe zu finden, nach Wärme, nach Nähe. Es ist ein eindringlicher Text, der uns schonungslos am Erleben einer Trinkerin teilhaben lässt, ihren Glücksmomenten und ihren Abstürzen. Spannend erzählt und trotz des ernsten Themas scheint auch immer wieder eine berührende Leichtigkeit durch.

Der Theaterschauspieler und Schriftsteller René Schweizer, Autor zahlreicher Bücher, widmet sich in „Die Säuferin“ einem der größten aktuellen Probleme unserer Gesellschaft.

Aufgrund intensiver Gespräche mit einer Leidensgenossin, die er bei einer Entziehungstherapie kennen lernte, und auch eigener Erfahrungen ist ein kompromisslos offener, berührender Text entstanden, der die Problematik der Alkoholsucht aus der Sicht der Süchtigen selbst beleuchtet. Motive für das Trinken und das quälende Grübeln darüber, die kurzen euphorischen Glücksgefühle, die es auslöst, und die Depressionen, die darauffolgen: Das ganze Potenzial der Selbstzerstörung wird in einem eindringlichen, intelligenten und spannenden Monolog sichtbar.

Petra Mayer arbeitet als freie Schauspielerin und stand mit zahlreichen Produktionen auf der Bühne, mit Stücken wie „Gott des Gemetzels“, „Drei mal Leben“ von Yasmina Reza, eine Erzählung der Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro, „Freie Radikale“ oder Arthur Miller's „Vorsicht, Erinnerung“. Ihre Schauspielausbildung hat sie bei der Michael Checkhov Academy absolviert. Im Rahmen unterschiedlicher Projekte u.a. an verschiedenen Universitäten, schlüpft sie in historische Frauenrollen, um ihnen in aktuellen Zusammenhängen eine Stimme zu geben.

Janosch Roloff arbeitet als freier Schauspieler und Regisseur. Bereits während seiner Ausbildung an der Theaterakademie Köln entwickelte er mit seinem Ensemble, dem nö theater, mehrere Theaterstücke. Er realisierte diverse Theaterprojekte mit Jugendlichen. Als Dozent der Theaterakademie Köln realisierte er zwei gefeierte Diplominszenierungen der Abschlussjahrgänge. Er wurde mit dem Kölner Theaterpreis, dem Kurt-Hackenberg-Preis für politisches Theater, dem Jurypreis der Heidelberger Theatertage und dem Publikumspreis des Festivals für junge Künste Arena ausgezeichnet.

Der Schauspielerin und dem Regisseur ist es ein Anliegen, die Auseinandersetzung über ein gesellschaftlich relevantes und brisantes Thema bei den Zuschauenden anzuregen. Der Text bietet einen tiefen Einblick in die Seele eines Menschen, der alle Facetten einer Abhängigkeit beleuchtet. Gleichzeitig wird er mit Humor und berührender Leichtigkeit erzählt, so dass neben der Möglichkeit, neue Denkanstöße zu bekommen, einfach ein unterhaltsamer Theaterabend genossen werden kann.


Kooperationsveranstaltung mit den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Segeberg und der Stadt Bad Segeberg, mit der Stadtbücherei Bad Segeberg und der Frauenfachberatungsstelle und Notruf Bad Segeberg. 

 

Ort

KulturHaus REMISE 
Hamburger Str. 5
23795 Bad Segeberg

 

Kosten

13 EUR im Vorverkauf
15 EUR an der Abendkasse

 

Platzreservierung

Tel. 04551 95 91 0
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 Weitere Infos erteilt Edda Runge

04551-959127

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!